Goldener Scheckenfalter

Euphydryas aurinia / Familie Edelfalter

Merkmale / Bestimmung

Sehr variable Art, die in einer Tiefland- und einer Gebirgsform (Unterart) vorkommt. Letztere ist deutlich kleiner und dunkler gezeichnet, auch ist die Unterseite blasser. Kennzeichnend für die Art ist vor allem die schwarze Punktreihe in der orangen Randbinde der Hinterflügel (auf der Ober- und Unterseite), welche bei der Höhenform weniger deutlich sichtbar ist.

Das Weibchen des Veilchen-Scheckenfalters ist ähnlich gezeichnet. In dessen alpinen Lebensraum fliegt jedoch fast nur die deutlich kleinere alpine Form des Goldenen Scheckenfalters mit dunkler Zeichnung.

Wissenswertes

Die Art ist EU-weit durch die Fauna-Flora-Habitatrichtlinie geschützt. Die meisten Tiefland-Vorkommen in Österreich sind erloschen, in höheren Lagen ist die Art aber noch weiter verbreitet.

Gefährdung in Österreich

Gefährdung droht (Vorwarnliste).

Lebensraum

Mageres, nährstoffarmes Grünland (Wiesen und Weiden) und deren junge Brachestadien, z. B. Feucht- und Sumpfwiesen, Streuwiesen, Niedermoore, Hochmoorränder. Die Gebirgsform (ab ca. 1.500 m) fliegt auf kurzrasigen, blütenreichen Wiesen, Weiden und alpinen Rasen, aber auch z. B. in Lawinenrinnen.

Vorkommen in Österreich

In allen Bundesländern mit Ausnahme von Wien und dem Burgenland.

Je nach Höhenlage und Witterung in einer Generation von April bis August.

Raupennahrung

Teufelsabbiss, Tauben-Skabiose, verschiedene Enzian- und Witwenblumen-Arten (z. B. Wald-Witwenblume). Die Gebirgsform lebt auf verschiedenen Enzian-Arten.

Die Eiablage erfolgt in Gelegen und die Raupen leben anfangs in einem gemeinschaftlichen Gespinst. In höheren Lagen überwintern manche Raupen zweimal.