Weißfleckwidderchen

Amata phegea / Familie Bärenspinner

Merkmale / Bestimmung

Alle vier Flügel haben schwarze, metallisch-bläulich glänzende Grundfarbe; Hinterflügel sehr klein. Auf den Vorderflügeln meist sechs, auf den Hinterflügeln zwei (selten drei) weiße Punkte. Bei den Männchen ist der innere, körpernähere weiße Fleck der Hinterflügel deutlich kleiner als der äußere, bei den Weibchen sind sie meist gleich groß. Körper und Fühler sind schwarz, wobei die Fühler weiße Spitzen haben. Auffällig sind zwei gelbe Binden am Hinterleib.

Die Raupe ist schwarz und am ganzen Körper mit wolligen, dichten, grauen Haarbüscheln überzogen, der Kopf rötlichbraun.

Wissenswertes

Die Art wird trotz ihres Namens nicht zu der Familie der Widderchen gezählt. Die Ähnlichkeit zu den für Vögel giftigen Arten der Widderchen schützt aber auch das Weißfleck-Widderchen vor Fressfeinden.

Gefährdung in Österreich

Nicht gefährdet.

Lebensraum

Vor allem Waldränder, lichte Wälder und mit Wald verzahnte Trockenrasen; Bevorzugung von Trockenstandorten; im Kulturland findet man die Raupen oft an Trockensteinmauern oder Steinhaufen. Insbesondere in Ostösterreich in manchen Jahren sehr häufig und dann in den unterschiedlichsten Lebensräumen.

Vorkommen in Österreich

Alle Bundesländer mit Ausnahme von Vorarlberg; in allen Höhenlagen, jedoch hauptsächlich in tieferen Lagen bis etwa 1200m.

Hauptflugzeit Juni und Juli, vereinzelt auch schon im Mai bzw. im August; in einer Generation.

Raupennahrung

Verschiedene krautige Pflanzen, wie Primeln und Löwenzahn, dabei mit Vorliebe die welken Blätter.