Brauner Bär

Arctia caja / Familie Bärenspinner

Merkmale / Bestimmung

Die Vorderflügel sind dunkelbraun mit weißer, labyrinthartiger Musterung, die Hinterflügel leuchtend orange mit blauen Flecken, die schwarz umrandet sind. Ebenso ist der Hinterleib leuchtend orange, während die Brust zwischen den Flügeln braun gefärbt ist. Zwischen Kopf und Brust befindet sich ein roter Drüsenkranz, der in Ruhestellung in der Regel verdeckt ist.

Geschlechtsunterscheidung erfolgt über die weißen Fühler: Die graubraune Zähnung ist beim Weibchen deutlich kürzer als beim Männchen.

Die Raupe ist dunkel, mit ebenso dunklen Warzen und auffallend langen, großteils schwarzen, gefiederten Haarbüscheln, die im oberen Teil grau erscheinen. An den Seiten befinden sich jeweils drei weiße Warzenreihen, wobei die unteren beiden keine schwarzen, sondern leuchtend rotbraune Haarbüschel haben.

Wissenswertes

Der Name „Brauner Bär“ bezieht sich auf die dicht behaarte Raupe, die kurz vor der Verpuppung an ein Stück Bärenfell erinnern soll.

Gefährdung in Österreich

Nicht gefährdet.

Lebensraum

Sehr variabel, aber hauptsächlich in strukturreichem Offenland, extensiv bewirtschaftetem Kulturland, an Säumen, Böschungen und Wegrändern sowie an Flussufern und Waldrändern.

Vorkommen in Österreich

In allen Bundesländern und Höhenlagen, bis über 2000m.

Ab April bis September, Hauptflugzeit Juni bis August, in einer Generation.

Raupennahrung

Sehr variabel, vor allem Brombeere, Wiesenblumen wie Wiesensalbei und Taubnessel, Brennnessel, und Löwenzahn, sowie Gehölze wie Schlehe, Holunder, Weidenarten und Stieleiche.