Wiener Nachtpfauenauge

Saturnia pyri / Familie Pfauenspinner

Merkmale / Bestimmung

Die Art ist mit einer Flügelspannweite von bis zu 16 cm der größte Schmetterling Europas. Charakteristisch ist jeweils ein Augenfleck pro Flügel. Im Gegensatz zum Kleinen Nachtpfauenauge und zum Ligurischen Nachtpfauenauge sind die Augenflecken der Vorderflügel nicht von einem weißen Feld umgeben. Gut sichtbar ist der hellbraun-weiße Flügelrand, der sich deutlich von den sonst bei den meisten Individuen eher dunklen Flügeln abhebt.

Die Geschlechtsbestimmung erfolgt über die Fühlerform: Während die Fühler der Weibchen schlank und mit wenigen, kurzen Fiedern versehen sind, haben die Männchen breite, dicke Fühler mit langen Fiedern.

Die Raupe des Wiener Nachtpfauenauges ist auffällig hellgrün mit leuchtend-hellblauen, knopfartigen Warzen aus denen lange Einzelhaare wachsen. Oft sind weiße Hautöffnungen und eine hellere seitliche Linie erkennbar.

Wissenswertes

Dank seiner auffällig breiten, gefiederten Fühler kann das männliche Wiener Nachtpfauenauge ein Weibchen, das oft passiv an einem Baumstamm sitzt und auf das Männchen wartet, über weite Distanzen (bis zu mehreren Kilometern) riechen.

Gefährdung in Österreich

Gefährdet.

Lebensraum

Vor allem in wärmebegünstigten Lagen Süd- und Ostösterreichs, in der Kulturlandschaft. Gerne in buschreichen Landschaften wie Gärten und Parks, aber auch in lichten Wäldern, Alleen und Friedhöfen.

Vorkommen in Österreich

In allen Bundesländern mit Ausnahme von Vorarlberg, eher in niedrigen Höhenlagen.

Eine Generation mit Hauptflugzeit Mai; selten auch schon im April und vereinzelt bis in den August.

Raupennahrung

Verschiedene Gehölze, insbesondere Obstbäume wie Birnen-, Kirschen- und Apfelbäume, aber auch Berg-Ahorn, Esche, Ulme, Rotbuche und Rosskastanie und Sträucher wie Hasel und Schlehdorn.