Esparsetten-Bläuling

Polyommatus thersites / Familie Bläulinge

Merkmale / Bestimmung

Achtung: Diese Art kann leicht mit einigen anderen Bläulingen verwechselt werden, insbesondere mit dem in Österreich weit verbreiteten und „häufigen“ Hauhechel-Bläuling oder dem Kleinen Sonnenröschen-Bläuling. In vielen Fällen ist die eindeutige Unterscheidung nur mittels Genitalpräparation möglich!

Bestimmungsrelevante Merkmale sind vor allem:

a) auf der Vorderflügel-Unterseite fehlt ganz innen der schwarze Fleck (Basalfleck), den der Hauhechel-Bläuling in der Regel (aber nicht immer!) aufweist. Auch der etwas kleinere Kleine-Sonnenröschen-Bläuling hat dieser Basalfleck nicht, weist aber auf der Vorderflügel-Oberseite einen kleinen schwarzen Fleck auf.

b) die orangen Flecken auf den Unterseiten sind meist größer und deutlicher ausgeprägt als bei ähnlichen Arten.

Wissenswertes

Die Raupennahrungspflanzen sind gleichzeitig auch die wichtigsten Nektarpflanzen. Die Mahd oder Beweidung der besiedelten Lebensräume sollte nicht allzu häufig und nur abschnittsweise erfolgen.

Gefährdung in Österreich

Gefährdet.

Lebensraum

Trocken- und Halbtrockenrasen, Magerwiesen, offene Ruderalflächen, Steinbrüche, magere Dämme und Böschungen. Voraussetzung für ein Vorkommen ist das zahlreiche Vorkommen von Esparsetten.

Vorkommen in Österreich

In allen Bundesländern mit Ausnahme von Vorarlberg und Salzburg.

Mai bis Oktober in bis zu drei Generationen.

Raupennahrung

Ausschließlich Esparsetten-Arten (Sand-Esparsette, Saat-Esparsette).