Östlicher Kurzschwänziger Bläuling

Cupido decoloratus / Familie Bläulinge

Merkmale / Bestimmung

Diese kleine Art ist durch das kurze „Schwänzchen“ gekennzeichnet. Die Männchen sind oberseits blau mit schwarzem Rand, die Weibchen weitgehend braun gezeichnet. Sehr ähnlich dem Kurzschwänzigen Bläuling, auf der Hinterflügel-Unterseite aber keine orangen Flecke vor dem kleinen „Schwänzchen“. Bei diesem Merkmal ist jedoch Vorsicht geboten, wenn der betreffende Falter schon älter und daher „abgeflogen“ ist.

Auch Verwechslungen mit einigen anderen Bläulingsarten ohne orange Zeichnungselemente auf der Hinterflügel-Unterseite kommen vor, z. B. mit dem Zwerg-Bläuling und dem Faulbaum-Bläuling.

Wissenswertes

Vom sehr ähnlichen Südlichen Kurzschwänzigen Bläuling (Cupido alcetas; nicht in der App abgehandelt) existieren aus Österreich keine aktuellen Nachweise.

Gefährdung in Österreich

Nicht gefährdet.

Lebensraum

Besiedelt werden insbesondere Waldstandorte, aber auch halboffenen Landschaften, z. B. Waldwege, Waldschläge, Waldwiesen (-brachen), Waldlichtungen, Ruderalflächen unterschiedlicher Ausprägung, Wegränder, Böschungen und Dämme, Feuchtwiesen, See- und Teichufer, Weingartenbrachen, Steinbrüche, Magerwiesen und Halbtrockenrasen. Gebüsch- oder Waldnähe wird bevorzugt.

Vorkommen in Österreich

Burgenland, Wien, Niederösterreich, Oberösterreich, Steiermark.

April bis September in zumindest zwei Generationen.

Raupennahrung

Die Raupe lebt hauptsächlich an Hopfenklee. In der Zucht werden auch weitere Arten angenommen, z. B. Luzerne, Gewöhnlicher Hornklee, Rot-Klee, Gewöhnliche Esparsette und Saat-Wicke.