Rotbraunes Wiesenvögelchen

Coenonympha glycerion / Familie Edelfalter

Merkmale / Bestimmung

Wie alle Wiesenvögelchen-Arten an der Zeichnung der Hinterflügel-Unterseite gut zu erkennen. Typischerweise mehrere, im Bogen angeordnete, schwarze Augenflecken mit gelber Umrandung und weißem Kern. Innerhalb davon zumeist ein oder zwei weiße bis blassgelbe Flecken, diese nicht zu einer durchgehenden Binde vereint (im Gegensatz zum Weißbindigen Wiesenvögelchen). Arttypische schmale, orangebraune Binde nahe dem Flügelaußenrand. Achtung: Es gibt eine weitere in dieser App nicht behandelte, ausschließlich lokal in Tirol vorkommende Art der Gattung, das Wald-Wiesenvögelchen, Coenonympha hero.

Wissenswertes

Viele Tagfalter sind empfindliche Bioindikatoren. Obwohl das Rotbraune Wiesenvögelchen noch vielerorts vorkommt, verschwindet es doch recht rasch bei intensiver Grünlandbewirtschaftung. Im Unterschied dazu kann das Kleine Wiesenvögelchen selbst bei mehreren Wiesenschnitten überleben. Auf blütenlosen „Grasäckern“ fehlt jedoch selbst das Kleine Wiesenvögelchen.

Gefährdung in Österreich

Nicht gefährdet.

Lebensraum

Unterschiedliche (nicht zu intensiv bewirtschaftete) Lebensräume: sowohl auf trockenwarmen Magerwiesen und in lichten Wäldern als auch auf Frisch- und Feuchtwiesen.

Vorkommen in Österreich

Zerstreut in allen Bundesländern, vom Tiefland bis ins Berggebiet.

Mai bis September in ein bis zwei (in Jahren mit günstiger Witterung bis zu drei) Generationen.

Raupennahrung

Unterschiedliche Grasarten je nach Lebensraum.