Baldrian-Scheckenfalter

Melitaea diamina / Familie Edelfalter

Merkmale / Bestimmung

Die Oberseite (insbesondere der Hinterflügel) ist im Vergleich zu einigen ähnlichen Scheckenfalter-Arten meist sehr dunkel mit nur geringem Anteil an orange-gelblichen Flecken gezeichnet. Die besten Unterscheidungsmerkmale befinden sich auf der Hinterflügel-Unterseite. An die „Saummonde“ nahe dem Flügelrand schließt sich basal (also Richtung Körper) eine Reihe brauner Halbmonde an, die breit schwarz eingefasst und schwarz gekernt sind. Diese dunklen Zeichnungselemente in dieser Binde finden sich in dieser Form bei keiner anderen Scheckenfalter-Art. Zudem ist der Saumstreifen am äußeren Rand der Hinterflügel-Unterseite immer deutlich dunkler als die angrenzenden „Saummonde“ gefärbt.

Wissenswertes

Die Falter saugen – wie viele andere Scheckenfalter-Arten auch – gerne an feuchten Bodenstellen, Aas oder Exkrementen, wodurch sie Feuchtigkeit und Mineralsalze aufnehmen.

Gefährdung in Österreich

Gefährdung droht (Vorwarnliste).

Lebensraum

Besiedelt werden vor allem unterschiedliche Feuchtgebiete, z. B. Feucht- und Sumpfwiesen und deren Brachestadien, feuchtere Waldwiesen und Weiden, Moorränder, feuchte Hochstaudenfluren an Bächen und Gräben. In höheren Lagen und in Ost-Österreich auch in trockeneren Lebensräumen (z. B. mageren Bergwiesen; trockenen Waldschlägen und Waldwiesen) vorkommend.

Vorkommen in Österreich

In allen Bundesländern mit Ausnahme von Wien. In der Ebene meist nur mehr sehr lokal vorkommend.

Mai bis August; meist eine Generation, selten auch Einzeltiere einer partiellen zweiten Generation.

Raupennahrung

Wahrscheinlich ausschließlich verschiedene Baldrian-Arten, z. B. Echter Baldrian, Sumpf-Baldrian und Kleiner Baldrian. Die Eiablage erfolgt in Gelegen, die Jungraupen überwintern in einem Gespinst.