Eschen-Scheckenfalter

Euphydryas maturna / Familie Edelfalter

Merkmale / Bestimmung

Die Falter haben auf der Flügel-Oberseite eine typische Gitterstrukturzeichnung mit deutlicher rotoranger Binde. Der Eschen-Scheckenfalter kann mit dem Goldenen Scheckenfalter verwechselt werden. Dieser trägt jedoch in dieser rotorangen Randbinde auf der Hinterflügel-Oberseite eine charakteristische schwarze Punktreihe, welche dem Eschen-Scheckenfalter fehlt.

Achtung: In den Alpen (Bergwälder mit Beständen der Blauen Heckenkirsche) ab ca. 1.000 m gibt es eine sehr ähnliche Art (Alpen-Scheckenfalter Euphydryas intermedia), welche in der vorliegenden App nicht enthalten ist. Die Unterscheidung zum Eschen-Scheckenfalter ist diffizil und z. B. über die dunklen Linien auf der Vorderflügel-Unterseite möglich: diese sind beim Eschen-Scheckenfalter sehr verschwommen und beim Alpen-Scheckenfalter deutlicher ausgeprägt. In der Regel schließen sich beide Arten in Österreich aber meist schon auf Grund der besiedelten Höhenlagen aus.

Wissenswertes

Die Art ist EU-weit durch die Fauna-Flora-Habitatrichtlinie geschützt.

Viele Populationen sind von der Fortführung traditioneller Formen der Waldbewirtschaftung abhängig.

Gefährdung in Österreich

Stark gefährdet.

Lebensraum

Wälder mit Eschen und (seltener) Liguster, insbesondere windgeschützte, sonnige Waldlichtungen, Waldschläge, Waldwege und Waldränder.

Vorkommen in Österreich

In allen Bundesländern mit Ausnahme von Vorarlberg, Tirol und Wien. Meist unter 1.000 m.

Mai bis Juli in einer Generation. Einige Raupen überwintern zweimal und benötigen somit zwei Jahre zur Entwicklung.

Raupennahrung

Zur Eiablage werden in Österreich ausschließlich Eschen-Arten und Liguster genutzt. Nach der Überwinterung fressen die Raupen im Frühjahr auch verschiedene – zum Teil regional unterschiedliche – Pflanzen, z. B. aus den Gattungen Esche, Pappel, Weide, Teufelsabbiss, Schneeball, Wegerich, Baldrian, Heckenkirsche, Skabiose, Wachtelweizen, Ehrenpreis und Veilchen.

Die Eiablage erfolgt in größeren Gelegen und die Raupen leben vor der (ersten) Überwinterung gesellig in Gespinsten.