Kaisermantel

Argynnis paphia / Familie Edelfalter

Merkmale / Bestimmung

Die Art ist auf Grund seiner Größe nur mit wenigen anderen (oberseits) ähnlich gezeichneten Perlmutterfaltern (z. B. Feuriger, Mittlerer und Großer Perlmutterfalter) zu verwechseln. Ein Blick auf die grünlich-silbrige, verwaschene Zeichnung auf der Hinterflügel-Unterseite genügt aber in der Regel zur eindeutigen Bestimmung. Die Männchen haben auf der Oberseite der Vorderflügel je vier auffallende Duftschuppenstriche, welche bei der Geschlechterfindung eine wichtige Rolle spielen. Neben den normal gefärbten Weibchen sieht man auch selten eine stark verdunkelte, olivgraue Form.

Achtung: Der als seltener Gast in Einzelexemplaren in Ost-Österreich auftretende Kardinal (Argynnis pandora) wird in dieser App nicht näher abgehandelt. Er unterscheidet sich vom sonst sehr ähnlichen Kaisermantel durch eine auffällige rote Färbung auf der Vorderflügel-Unterseite.

Gefährdung in Österreich

Nicht gefährdet.

Lebensraum

Der Kaisermantel ist ein Bewohner von sonnigen, blütenreichen Stellen in Wäldern und anderen von Gehölzen dominierten Lebensräumen und besiedelt Waldränder, Waldwege, Waldlichtungen, Waldsäume, Hecken, Kahlschläge, feuchte Hochstaudenfluren, Bachtäler und Gräben, Steinbrüche, Parks, Friedhöfe und Gärten.

Vorkommen in Österreich

In allen Bundesländern.

Juni bis September; eine Generation.

Raupennahrung

Verschiedene Veilchenarten, z. B. Wald-Veilchen, Wiesen-Veilchen und Hain-Veilchen, wahrscheinlich aber auch Brombeeren und Himbeere. Die Eier werden nicht auf die Veilchen selbst, sondern in deren Umgebung abgelegt, z. B. auf Baumstämme.