Karst-Weißling

Pieris mannii / Familie Weißlinge

Merkmale / Bestimmung

Mittelgroßer Tagfalter, sehr ähnlich dem Kleinen Kohl-Weißling, allerdings seltener vorkommend. Vorderflügel-Oberseite: typischerweise schwarze Zeichnung der Adern zwischen dem schwarzen Fleck und dem Flügel-Außenrand (beim Kleinen Kohl-Weißling das Ende der Adern niemals schwarz). Der Fleck selbst wirkt oft rechteckig, Außenrand des Flecks zumeist gerade oder konvex. Geschlechtsdimorphismus ähnlich Kleinem Kohlweißling: Männchen mit einem schwarzen Fleck auf der Vorderflügel-Oberseite, Weibchen mit zwei. Achtung: nicht mit dem Grünader-Weißling verwechseln (anders gefärbte Unterseite)!

Wissenswertes

Die Vorkommen in Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Kärnten, der Steiermark und Oberösterreich gehen auf starke Ausbreitung in den letzten Jahren zurück. Aus all diesen Bundesländern existieren mittlerweile auch Nachweise mittels der Schmetterlingsapp. Es ist zu erwarten, dass die Art früher oder später auch im Burgenland und in Wien nachgewiesen wird.

Gefährdung in Österreich

Bisher "stark gefährdet". Die starke Ausbreitung macht eine Neueinstufung der Gefährdung erforderlich.

Lebensraum

Hauptverbreitung der Art im Mittelmeerraum. Lange Zeit in Österreich nur ein Vorkommen auf und in der Umgebung der Hohen Wand (NÖ) bekannt (trockene felsdurchsetzte Steilflächen). Seit einigen Jahren ist die Art in starker Ausbreitung befindlich und nun auch in den meisten anderen Bundesländern zu finden. Dabei ist sie hauptsächlich in Siedlungen anzutreffen, wo sie vor allem in Steingärten vorkommt. Hier leben die Raupen meist an angepflanzten Schleifenblumen (Iberis-Arten).

 

Vorkommen in Österreich

Vorkommen existieren in Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Kärnten, der Steiermark, Oberösterreich und Niederösterreich.

Mehrere Generationen von April bis Oktober.

Raupennahrung

Kreuzblütler, in NÖ vermutlich Scheibenschötchen. Im Siedlungsbereich meist an Schleifenblumen (Iberis).