Gelbgefleckter Mohrenfalter

Erebia manto / Familie Edelfalter

Merkmale / Bestimmung

Mittelgroße Tagfalterart aus der verwechslungsträchtigen Gattung Erebia, Mohrenfalter.

Der Falter ist sehr variabel gefärbt, weshalb eine Bestimmung schwierig ist. Tendenziell haben sie auf der Vorderflügeloberseite in Anzahl und Ausdehnung variable, orangerote bis gelbbraune Flecken und schwarze Punkte. Es gibt aber auch flecken- und punktlose Individuen. Die Zeichnung variiert nach geographischen Regionen. Daher ist vor allem bei schwach gezeichnete Individuen eine Bestimmung über den Genitalapparat durch einen Fachmann zur Artbestimmung nötig.

Vorsicht! Verwechslungsgefahr mit den Arten Knochs Mohrenfalter (Erebia epiphron), Ähnlicher Mohrenfalter (Erebia eriphyle), Kleiner Mohrenfalter (Erebia melampus) und Unpunktierter Mohrenfalter (Erebia pharte). Zur Artbestimmung ist Expertenwissen nötig.

Eine Verwechslung mit großen Individuen vom Mandeläugigen Mohrenfalter (Erebia alberganus) ist möglich, jedoch sind die schwarzen Punkte beim Mandeläugigen Mohrenfalter im Unterschied zum Gelbgefleckten Mohrenfalter immer weiß gekernt.

Gefährdung in Österreich

Nicht gefährdet.

Lebensraum

Blütenreiche und wüchsige Wiesen und Weiden, auch Waldweideflächen und lückige Waldbereiche, lichte Grünerlenbestände und Hochstaudenfluren. Vor allem auf feuchten, schattseitigen Kalkstandorten. Für Ruhephasen der Falter ist dichte bzw. höherwüchsige, krautige Vegetation entscheidend.

Aufenthaltsort von Faltern und Raupen unterschiedlich; Raupen eher auf trockeneren Weiden und am Rand von (wenig feuchten) Hochstaudenfluren.

Vorkommen in Österreich

Zerstreut in allen Bundesländern mit Ausnahme von Wien und dem Burgenland; fast ausschließlich auf Kalkstandorten über 1.000m.

In einer Generation von Juli bis September (zweijährige Entwicklung).

Raupennahrung

Verschiedene Grasarten.