Weißbindiger Bergwald-Mohrenfalter

Erebia euryale / Familie Edelfalter

Merkmale / Bestimmung

Mittelgroße Tagfalterart aus der verwechslungsträchtigen Gattung Erebia, Mohrenfalter.

Die Art ist jedoch aufgrund ihrer gescheckten Flügelränder und der weißen Binde auf der Hinterflügelunterseite vergleichsweise gut bestimmbar. Diese Binde verläuft typischerweise von der Vorderkante der Hinterflügel über den gesamten Flügel. Sie kann je nach Unterart reduziert bis fast völlig aufgelöst sein. Eine gewisse Verwechslungsgefahr besteht mit dem Weißbindigen Mohrenfalter (Erebia ligea). Dieser ist jedoch an seinem kurzen, markanten weißen „Milchfleck“ sehr gut erkennbar.

Wissenswertes

Die Art tritt in Österreich in mehreren, gut differenzierbaren Unterarten, die sich hinsichtlich ihrer Verbreitung und in der verschieden stark ausgeprägten hellen Binde auf der Hinterflügelunterseite unterscheiden lassen, auf.

Gefährdung in Österreich

Nicht gefährdet.

Lebensraum

Charakterart montaner und subalpiner Wälder und Gebüsche. In tieferen Lagen an lichte Fichtenwälder gebunden; auf Lichtungen und Schlagfluren im Bergwald, (ehemaligen) Waldweideflächen, Lawinenrunsen, Almflächen im Kontakt zu Latschen- oder Grünerlengebüsch, Bergmähwiesen, usw. Im Unterschied zum Weißbindigen Mohrenfalter (Erebia ligea) häufig auch an feuchten Stellen und bis deutlich über die Waldgrenze anzutreffen. Gerade an Feuchtstellen ist gemeinsames Auftreten einer großen Anzahl (männlicher) Falter charakteristisch.

Vorkommen in Österreich

Verbreitet in allen Bundesländern mit Ausnahme von Wien und dem Burgenland; fehlt im Tiefland bis etwa 600m.

In einer Generation von Juni bis September, benötigt zur Entwicklung zwei Jahre.

Raupennahrung

Verschiedene Grasarten.