Russischer Bär

Euplagia quadripunctaria / Familie Bärenspinner

Merkmale / Bestimmung

Vorderflügel metallisch schwarz glänzend mit meist vier breiten, langen und zwei kürzeren milchig-weißen Streifen vom äußeren Flügelrand zur Flügelmitte sowie je ein Streifen entlang und rechtwinkelig zum inneren Flügelrand. Hinterflügel kräftig rot mit drei schwarzen Flecken. Zwischen den Flügeln weiß-schwarz-weiß gestreift. Hinterleib orange bis gelb mit feinen schwarzen Punktreihen.

Raupe farbenprächtig; Grundfarbe dunkelgrau bis braun, orangebraune Rückenlinie; Warzen ebenfalls orangebraun und mit kurzen Haarbüscheln versehen; seitliche weiße Flecken deuten jeweils eine Seitenlinie an.

Wissenswertes

Die Art ist auch unter dem Synonym Spanische Fahne bzw. Spanische Flagge bekannt.

Eine Unterart des Russischen Bären auf der Insel Rhodos zeigt ein ausgeprägtes Migrationsverhalten. Die Falter suchen für eine sommerliche Diapause einen im Vergleich zur Umgebung kühleren und feuchteren Schluchtlebensraum auf. Dort können sie im berühmten „Tal der Schmetterlinge“ zu Tausenden beobachtet werden.

Gefährdung in Österreich

Nicht gefährdet.

Lebensraum

Warme, trockene bis wechselfeuchte Wälder und Waldränder, blütenreiche Säume und felsige Magerrasenhänge. Besonders bevorzugt werden lichte Laub- und Mischwälder sowie Schluchtwälder und flussbegleitende Gehölzstrukturen mit reichlich Hochstauden; auch in Gärten, v.a. an Sommerflieder.

Vorkommen in Österreich

In allen Bundesländern, bis etwa 1800m, Schwerpunkt jedoch in niedrigeren Lagen bis etwa 1000m.

Hauptflugzeit Juli und August, vereinzelt ab Mai und bis in den September anzutreffen, eine Generation.

Raupennahrung

Variabel, sowohl krautige als auch verholzte Arten, vor allem Brennnesseln und Taubnesseln, aber auch Beerenpflanzen und Haselnuss.