Totenkopfschwärmer

Acherontia atropos / Familie Schwärmer

Merkmale / Bestimmung

Vorderflügel in unterschiedlichen Braun- und Grautönen senkrecht unregelmäßig zackig gemustert. Sie verdecken in Ruhestellung die gelb-schwarz-gebänderten Hinterflügel und den ebenso gezeichneten Hinterleib. Auffällig ist die helle, an einen Totenkopf erinnernde und daher namensgebende Zeichnung zwischen den Flügeln.

Die Raupen sind bei uns meist gelblich mit unterschiedlichen blau-grauen Musterungen und einem dunkelgelben, gekörnten Horn. Es gibt aber auch braune Farbvarianten.

Wissenswertes

Die Raupen sind gehäuft auf Kartoffeläckern, wo die Puppen im Boden dann oft der Bearbeitung bei der mechanischen Ernte zum Opfer fallen, zu finden. Überlieferungen, wonach bei der früher üblichen, händischen Kartoffelernte die Art in größerer Zahl als Puppe aufgefunden wurde, gehören jedoch wohl der Vergangenheit an.

Die Falter können durch Luftsaugen in ihrem Kopf ein hörbares Piepsen erzeugen, dieses setzen sie bei der Balz und bei Störungen ein. Vermutlich wenden sie dieses Piepsen auch beim Eindringen in Bienenstöcke an um die Bienen zu beruhigen. Allerdings sind sie durch Fettsäuren auf ihrer Haut relativ gut vor Bienenangriffen geschützt und überdies gegen Bienengift resistent.

Aufgrund des „Totenkopfes“ am Thorax galt der Schwärmer lange Zeit als unheilbringend und verkörpert auch im Buch „Das Schweigen der Lämmer“ das Böse.

Gefährdung in Österreich

Gefährdung droht.

Lebensraum

Nicht wählerisch; kommt überall im Kulturland vor, bevorzugt aber warme Niederungen und hier v.a. Kartoffelfelder (Raupennahrung). In Bienenstöcke dringt er als Honigdieb ein.

Vorkommen in Österreich

In allen Bundesländern und Höhenlagen.

Ab April kommen die Wanderfalter aus Afrika an. Die zweite, bei uns im Sommer schlüpfende Generation, tritt gehäuft ab August/September auf, allerdings überleben die Puppen den kalten mitteleuropäischen Winter nicht.

Raupennahrung

Nachtschattengewächse, insbesondere Kartoffel.