Heller Wiesenknopf-Ameisen-Bläuling

Maculinea teleius / Familie Bläulinge

Merkmale / Bestimmung

Oberseite blau, Weibchen jedoch mit wesentlich ausgedehnterer brauner Randbinde. Schwarze Punkte auf der Oberseite (Vorder- und Hinterflügel) bei den Weibchen größer. Unterseite hellbraun mit schwarzen Punkten und ohne orange Flecken. Im Gegensatz zum Dunklen Wiesenknopf-Ameisen-Bläuling Randpunkte auf der Hinterflügel-Unterseite vorhanden. Die Unterseite des Dunklen Wiesenknopf-Ameisen-Bläulings ist auch deutlich dunkler braun (zimtbraun).

Der Schwarzfleckige Ameisen-Bläuling hat auf der Oberseite deutlich größere schwarze Flecken und ist an der Basis der Hinterflügel-Unterseite blau bestäubt.

Beim ähnlichen Enzian-Ameisen-Bläuling weist das Männchen oberseits keine schwarzen Punkte auf. Die Weibchen sind (sofern sie nicht auf Großem Wiesenknopf sitzen) im Freiland oft nicht eindeutig vom Enzian-Ameisen-Bläuling zu unterscheiden.

Wissenswertes

Die Art ist EU-weit aufgrund der Fauna-Flora-Habitatrichtlinie geschützt.

Wiesenmahd im Sommer (Juni bis August) schädigt die Art, da die Eier und Raupen in den Wiesenknopf-Pflanzen weitgehend vernichtet werden.

Gefährdung in Österreich

Gefährdet.

Lebensraum

Feuchtwiesen und feuchte Hochstaudenfluren, feuchte Brachen und Säume, Dämme, Böschungen, Gräben, Straßen- und Wegränder.

Die Art kommt öfter gemeinsam mit dem Dunklen Wiesenknopf-Ameisen-Bläuling vor. Beide Arten sitzen gerne auf den Blütenständen des Großen Wiesenknopfs, wo sie Nektar saugen und auch übernachten.

Vorkommen in Österreich

In allen Bundesländern mit Ausnahme von Wien.

Regional und witterungsbedingt unterschiedlich in einer Generation von Mai bis September.

Raupennahrung

Ausschließlich Großer Wiesenknopf. Die Raupen fressen zuerst einige Wochen in dessen Blütenständen, danach leben sie parasitär in Nestern ganz bestimmter Knotenameisen-Arten (sie fressen Ameisenbrut), wo sie auch überwintern und sich im Frühjahr verpuppen.